27.09.09 Bundestagswahl

#1 von Dennis , 27.09.2009 22:47

Nach der Wahl ist vor der Wahl
Den Druck jetzt noch mal erhöhen
27.09.09 von Dennis Jorger

Lieber aktive und entsorgte Väter,

Ernüchterung, Freude, Enttäuschung, Euphorie – so unterschiedlich sind die Gefühle nach dem heutigen Ergebnis der Bundestagswahl 2009. Spätestens 30 Tage nach dem heutigen Wahltag tritt der deutsche Bundestag zusammen, um die neue Regierung zu wählen. Für uns noch 30 Tage Zeit, unseren Einfluss auf die Koalitionsverhandlungen geltend zu machen.

Was auch immer die Parteien in ihr Wahlprogramm geschrieben haben, die Wahlen sind jetzt gelaufen und jeder weiß, dass die neuen regierenden Parteien alles aufgeben werden, was der gemeinsamen Regierung im Weg steht. Dennoch sagte Angela Merkel heute in der Berliner Runde, dass sie die Gewerkschaften weiter ernst nehmen werde, weil sie tief überzeugt davon ist, dass unsere Gewerkschaften wichtig sind für unser Land, wichtiges für unser Land erreicht haben und erreichen können, aber auch aufgrund der Androhung, wenn sie nun die Gewerkschaften vergessen werde, nachdem sie nicht mehr mit der gewerkschaftsnahen SPD gemeinsam regieren wird, „gehen wir auf die Strasse“.

Die Piratenpartei hat gezeigt, was man in Deutschland erreichen kann. Mit einer klaren Position zu nur einem Thema hat man Wähler mobilisiert und in den letzen Wochen durch gezielte Aktionen und durch glückliche Umstände über 2% der Stimmen erreicht. Glückliche Umstände deswegen, weil die Reform des Bundesdatenschutzgesetzes erst am 1.09.09 in Kraft getreten ist und bei einer Demo „Freiheit statt Angst“ in Berlin, bei der Polizisten hemmungslos auf Demonstranten eingeprügelt haben, die Piratenpartei sich als treibende Kraft positionieren und starke Stimmenzuwächse verbuchen konnte.

Jetzt haben wir unsere Chance für die Koalitionsverhandlungen. Die CSU unterschreibt den Koalitionsvertrag erst, wenn klar ist, dass die Einkommensteuer gesenkt wird. Das hat Peter Ramsauer in der Berliner Runde heute nochmal mit allem Nachdruck bestätigt. Verantwortlich für die neue Regierung sind nun also die CDU, CSU und FDP. Die Wirtschaft glaubt fast uneingeschränkt an die neue Regierung, die Frage ist, ob wir aktiven und entsorgten Väter ebenfalls der neuen Regierung Glauben schenken können und ob wir in der Lage sind, unseren Einfluss für Bedingungen an den Erfolg der neuen Regierung zu postulieren und durchzusetzen.

In den nächsten Wochen laufen die Koalitionsverhandlungen. Es ist sonnenklar, dass die CDU/CSU nicht mit dem bisherigen Regierungspartner SPD, sondern mit der FDP verhandeln wird. Aber die Frage ist, über welche Positionen sie verhandeln werden und welche Lobby sich innerhalb der Koalitionsverhandlungen durchsetzen wird. Warum steht kein Politiker auf und sagt wir wollen ein schuldenfreies Deutschland? Schwarz-Gelb wird viele Grausamkeiten machen, sagte die SPD im Wahlkampf. Der CDU wird ein inhaltsloser Wahlkampf vorgeworfen, Angela Merkel steht aufgrund des mageren Ergebnisses in der Kritik, so ein Politwissenschaftler im WDR. Geben wir der Regierung ein neues Gesicht? Guido Westerwelle und Angela Merkel sind nun diejenigen, die unser Land regieren werden. Wir prüfen nun die Parteiprogramme auf deren Gehalt für ein männer- und väterfreundliches und damit menschen- und elternfreundliches Deutschland, denn zur Familie gehört weder die sogenannte Alleinerziehende, die ja gar nicht allein erzieht, noch die Einelternfamilie. Zur Familie gehört der Vater und zur Gesellschaft nicht die Frauenquote, sondern ein gleichberechtigtes Dasein von Mann und Frau.

Fast 2 Millionen Menschen haben der SPD ihre Stimme verweigert. Wähler sind in alle Parteien abgewandert, zum ersten Mal in der Demographie gibt es keinerlei Zuwanderungen, die dem gegenüberstehen. Die SPD steht neben anderem für Emanzipation und Erneuerung, die neuen Regierungsparteien stehen für vieles konservative und traditionelle. Auch die FDP hat einige klassische Werte in sich vereint. Ist das nicht auch unsere Chance? Wir wollen keine Kontaktverbote mehr. Das Strafgesetzbuch ist voll von Möglichkeiten, mit Straftätern umzugehen. Kontaktverbote aufgrund von niederen Beweggründen, wie z.B. hohem Konfliktpotential, soll damit der Vergangenheit angehören. Eine traditionelle, klassische und liberale Position, die wir nun in den Koalitionsverhandlungen realisieren können.

Wir wissen alle, dass sich die Vaterliebe erst im Alltag ausbilden muss, während Kinder die Mutterliebe mit der Muttermilch aufsaugen. Der Koalitionsvertrag soll Väter nach Trennung und Scheidung fördern, ihre Ängste vor dem Verlust des Kontakts zum Kind oder dem Verlust des Sorgerechts zugunsten der Vaterliebe hinten an zu stellen. Die Benachteiligung von Vätern, Jungen und Männern war vor der Wahl in aller Munde. Die FDP sollte in den Koalitionsvereinbarungen dafür sorgen können, dass die Benachteiligung von Vätern, Jungen und Männern nicht nur vor den Wahlen eine Rolle gespielt hat sondern auch zukünftig eine Rolle spielt.

Schwimmkurse finden mindestens einmal wöchentlich statt. Viele Schwimmvereine stehen auf dem Standpunkt, die Kinder müssen mindestens zwei bis dreimal die Woche zum Schwimmkurs gehen. Auch viele Väter sehen ihre Kinder wöchentlich, viele praktizieren bereits das Wechselmodell. Für Jugendämter ist aber oft noch der vierzehntägige Wochenendrhythmus das Standardmodell. Auch in vielen anderen Punkten fühlen sich Väter vom Jugendamt benachteiligt. Insbesondere christliche Beratungsstellen haben nun die Chance, über ihren Horizont hinweg neue Wege zu gehen, die die Gesellschaft außerhalb von Politik und Justiz längst erfolgreich geht. Der neue Koalitionsvertrag sollte den bereits längst modern gewordenen Eltern eher gerecht werden als die bisherige Frauenpolitik.

Wir dürfen also jetzt nicht nachlassen, sondern müssen unseren Druck in den nächsten Wochen erhöhen, damit die Koalitionsverhandlungen dafür sorgen, dass wir das gemeinsame Sorgerecht für alle Kinder bekommen, dass die Jugendamtswillkür schnell abgeschafft wird, dass Jugendämter keine Kinder aus intakten Familien herausnehmen dürfen, wenn sie nicht lückenlos nachweisen können, dass sämtliche Hilfemaßnahmen zur Förderung beider Eltern, auch der Väter, ausgeschöpft sind und sämtlich erfolglos waren.

Hierzu muß die neue Regierung bereit sein, eine unabhängige Prüfung zur Verfügung zu stellen, ob mutmaßlich erziehungsunfähige Eltern nicht vor der Erziehungsverantwortung, sondern vor dem künstlich aufgebauten Druck der Jugendämter scheitern und durchaus ihrer Erziehungsverantwortung gerecht werden, aber den willkürlichen Auflagen der Jugendämter nicht gerecht werden können oder ihnen keine Chance gegeben wurde und das Unschuldsgebot respektiert und in den Ämtern durchsetzt. Denn Menschenrechte geniesst jeder, auch der uneinsichtige, sture, konservative, gläubige, andersfarbige, kriminelle und auch der depressive Mensch.

Wir prüfen das Wahlprogramm von Angela Merkel und erhöhen nun den Druck, dass sie die Positionen, die sie in unserem Sinne in den kommenden Koalitionsverhandlungen durchsetzen kann, auch durchsetzt, wir prüfen das Wahlprogramm von Guido Westerwelle und erhöhen nun den Druck, dass er die Positionen, die er in unserem Sinne in den kommenden Koalitionsverhandlungen durchsetzen kann, und wir prüfen das Wahlprogramm von Peter Ramsauer, und erhöhen den Druck, dass er die Positionen, die er in unserem Sinne in den kommenden Koalitionsverhandlungen durchsetzen kann, auch durchsetzt.

Wir haben noch 30 Tage Zeit. Bist Du dabei?

LG D e n n i s .


 
Dennis
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RE: 27.09.09 Bundestagswahl

#2 von fiete , 28.09.2009 00:58

Moin Dennis,
Wieso fängt Dein Beitrag als Möchtegern-Flammrede für Väter von Jungs an ( Forum verwechselt? ) und hört als Versuch einer priesterlichen Beschwörung der "rechtsstaatlichen Parteipolitik" auf?
Wieso erweckt das dazwischen in mir den Eindruck, daß Du etwas ziemlich ungesundes geraucht haben könntest?
Ich gehe zu Deinen Gunsten davon aus, daß Du bei nüchterner Betrachtungsweise erkennst, daß dieser Beitrag etwa soviel Realitäts-u. Themenbezug hat, wie die Erörterung der Problematiken der optischen Darstellung bestimmter Sonnenfleckenaktivitäten unter Blinden.
Nix für ungut, aber bevor ich ne Nacht verschwende, sowas in der Luft zu zerfetzen, lass ich lieber mal kurz das Überdruckventil pfeifen.
Gruß.........Fiete


RESPEKT IMMER-ANGST NIE!

 
fiete
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RE: 27.09.09 Bundestagswahl

#3 von fiete , 28.09.2009 01:23

Mach Dir mal nen gemütlichen you-tube-Abend
Klickst Du hier:

http://video.google.de/videoplay?docid=1338572241371195960#

und hier:

http://video.google.com/videoplay?docid=...j-AQ&q=Addendum#

ist zwar auch nicht unbedingt das Nonplusultra, aber realistischer als die Hoffnung heraufzubeschwören, Angie oder den Guido für Kindesrechte begeistern zu können.
Gruß...........Fiete


RESPEKT IMMER-ANGST NIE!

 
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RE: 27.09.09 Bundestagswahl

#4 von Dennis , 13.10.2009 09:08

Hallo,

auf der Seite

http://www.zentralstelle-kdv.de/z.php?ID=332

kann man direkt an das Verhandlungskomitee schreiben. Oder man geht über Abgeordnetenwatch. Laut Zentralstelle KDV sind folgende Personen in die Verhandlungen eingebunden:

Bei der CDU gehen die E-Mails an: Angela Merkel, Roland Koch, Jürgen Rüttgers, Christian Wulff, Annette Schavan, Ronald Pofalla, Volker Kauder, Wolfgang Schäuble, Thomas de Maizière.

Bei der CSU gehen die E-Mails an: Horst Seehofer, Beate Merk, Barbara Stamm, Peter Ramsauer, Karl-Theodor zu Guttenberg, Ilse Aigner, Alexander Dobrindt, Georg Fahrenschon, Markus Söder.

Bei der FDP gehen die E-Mails an: Guido Westerwelle, Rainer Brüderle, Cornelia Pieper, Andreas Pinkwart, Hermann Otto Solms, Dirk Niebel, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Philipp Rösler, Birgit Homburger.

Vielen Dank an die Zentralstelle KDV für die Veröffentlichung dieser Informationen.

LG D e n n i s .

 
Dennis
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RE: 27.09.09 Bundestagswahl

#5 von Dennis , 14.10.2009 11:15


Geb Vorname Nachname Fraktion Nummer1 Nummer2 Feedback
1 Paul Friedhoff FDP 030-227-74187 02821-8999714 Feedback

1 Ilse Aigner CSU 030-227-77281 08022-769379 Feedback

2 Martin Zeil FDP 089-540426512 089-540426511 Feedback

2 Michael Kauch FDP 030-227-70535 030-227-70536 Feedback

3 Julia Klöckner CDU 030-227-70700 030-227-70702 Feedback

3 Georg Nüßlein CSU 030-227-77035 030-227-77025 Feedback

4 Maria Flachsbarth CDU 030-227-74666 0511-2282348 Feedback

4 Ronald Pofalla CDU 030-227-73743 02821-9977912 Feedback

5 Alexander Dobrindt CSU 030-227-75498 08803-498049 Feedback

5 Tanja Gönner CDU 0757-112345 0711-1260 Feedback

6 Dirk Niebel FDP 030-227-73409 06221-830793 Feedback

6 Katherina Reiche CDU 030-227-77603 0331-9099725 Feedback

7 Peter Bleser CDU 030-227-73308 Feedback

7 Angela Merkel CDU 030-227-78032 030-184000 Feedback

8 Marie-Luise Dött CDU 030-227-73700 0208-2054470 Feedback

8 Guido Westerwelle FDP 030-227-71636 Feedback

9 Horst Seehofer CSU 089-21652407 Feedback

9 Gerd Müller CSU 030-227-71033 0831-5231017 Feedback

10 Markus Söder CSU 0911-24154418 089-92142100 Feedback

11 Hans-Michael Goldmann FDP 030-227-73811 030-227-73813 Feedback

12 Christel Happach-Kasan FDP 030-227-70205 030-227-70208 Feedback

13 Hans-Heinrich Sander FDP 0553-28280 0511-1200 Feedback

14 Horst Meierhofer FDP 030-227-73415 030-227-73413 Feedback

15 Josef Göppel CSU 030-227-77373 030-227-77374 Feedback

16 Marlene Mortler CSU 030-227-72337 030-227-72338 Feedback

17 Karl-Theodor zu Guttenberg CSU 030-227-73290 09221-76690 Feedback

18 Rainer Brüderle FDP 030-227-73425 06131-238630 Feedback

19 Hermann Gröhe CDU 030-227-77321 02131-7188528 Feedback

20 Norbert Röttgen CDU 030-227-52394 02241-959157 Feedback

21 Stanislaw Tillich CDU 0357-9536531 Feedback

22 Günther Oettinger CDU 0711-21530 Feedback

23 Joachim Pfeiffer CDU 030-227-75213 030-227-75212 Feedback

24 Michael Fuchs CDU 030-227-73439 030-227-73438 Feedback

25 Dagmar Wöhrl CSU 030-227-71235 030-227-71706 Feedback

26 Ernst Hinsken CSU 030-227-77218 0996-32118 Feedback

27 Franz Obermeier CSU 030-227-73609 0875-69129875 Feedback

28 Hans Michelbach CSU 030-227-71030 09561-75031 Feedback

29 Jan Mücke FDP 030-227-75074 030-227-75075 Feedback

30 Gudrun Kopp FDP 030-227-73691 0521-5214111 Feedback

31 Ernst Burgbacher FDP 030-227-77889 030-227-72595 Feedback

Quelle: Campact e.V.
Kampagnen für eine lebendige Demokratie
http://www.campact.de/atom2/buergerfragen

 
Dennis
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RE: 27.09.09 Bundestagswahl

#6 von Dennis , 24.10.2009 18:45

Hallo,

vielen Dank an alle, die durchgehalten haben.

Ein Auszug aus dem Koalitionsvertrag von heute:

3300 Jungen und Männerpolitik
3301
3302 Wir wollen eine eigenständige Jungen- und Männerpolitik entwickeln und bereits
3303 bestehende Projekte für Jungen und junge Männer fortführen und intensivieren.
3304 Damit eröffnen wir ihnen auch in erzieherischen und pflegerischen Berufen erwei-
3305 terte Perspektiven. Die Zusammenarbeit mit Väterorganisationen und anderen
3306 gleichstellungsorientierten Männerorganisationen soll intensiviert werden.

LG D e n n i s .

 
Dennis
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