Neunjähriges Mädchen fast zu Tode geprügelt

#1 von Dennis , 15.09.2009 18:27

erstellt am: 15.09.2009
URL: http://www.rp-online.de/public/article/m...t-entdeckt.html
Velbert

Neunjährige verletzt in Kanalschacht entdeckt

zuletzt aktualisiert: 15.09.2009 - 16:58
Velbert (RPO) Ein neunjähriges Mädchen ist in Velbert fast zu Tode geprügelt und dann in einen Kanalschacht geworfen worden. Nur mit Hilfe eines Suchhundes konnte das lebensgefährlich verletzte Kind in der Nacht zum Dienstag von der Polizei aufgespürt werden. Nach einer intensivmedizinischen Behandlung in der Uni-Klinik Essen hat sich sein Zustand nach Angaben der Staatsanwaltschaft inzwischen stabilisiert.

"Wir gehen von einem versuchten Tötungsdelikt aus", sagte ein Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft am Dienstag. "Wenn sie nicht gefunden worden wäre, wäre sie sicher verstorben." Eine konkrete Spur vom Täter gebe es aber bislang nicht, hieß es.

Der Körper der Neunjährigen wies nach Angaben der Behörden deutliche Zeichen stumpfer Gewalteinwirkung auf. Details wollte die Polizei mit Blick auf die laufenden Ermittlungen nicht nennen. Ob auch ein Sexualdelikt vorliege, stehe noch nicht fest.

Regen erschwerte Spurensicherung

Die Eltern des Mädchens hatten am Montagabend die Polizei alarmiert, weil ihre Tochter nach dem Besuch der örtlichen Hausaufgabenbetreuung nicht nach Hause gekommen war. Die Polizei setzte daraufhin sofort starke Kräfte und einen Polizeihubschrauber ein, der mit Wärmebildkameras und Suchscheinwerfern nach dem Kind fahndete.

Doch erst der Einsatz einer Hundestaffel brachte die Beamten in der Nacht schließlich auf die richtige Spur. Gegen 01.10 Uhr entdeckte der Suchhund Christo das schwerstverletzte Kind in einem Kanalschacht nahe der ehemaligen Volksschule, wo die Hausaufgabenbetreuung stattgefunden hatte.

Am Dienstag lag das Mädchen noch auf der Intensivstation. Es konnte bislang noch nicht vernommen werden. Lebensgefahr bestehe aber nicht mehr, sagte der Justizsprecher. Eine konkrete Spur hatte die Polizei nach Angaben eines Sprecher zunächst nicht. "Die Spurensicherung vor Ort läuft", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Doch sei die Witterungslage mit langanhaltendem Regen nicht günstig. Es sei deshalb fraglich, ob konkrete Spuren gesichert werden könnten.

Die Ermittler hoffen nun auf Hinweise von Anwohnern und Zeugen, die am Montagabend rund um die alte Volksschule und die Sporthalle verdächtige Beobachtungen gemacht haben.

Polizei und Staatsanwaltschaft wollen am Mittwoch (16. September, 13 Uhr) in Mettmann weitere Einzelheiten zu dem traurigen Fall bekannt geben.

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Dennis
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